Tipps rund um das Klettern


Klettern mit Gewichtsunterschieden
Es ist neben den Kletterbewegungen kraftraubend, einen kräftigen Herrn zu sichern, wie es oft der Fall ist. Neben dem Smart, siehe Beschreibung weiter unten, können sich die leichten Damen mit den Sicherungsgeräten SALEWA Tubus, EDELRID Lotse oder SINGING ROCK Hornet behelfen, die anstelle runder Formen zusätzlich einen konischen Ausschnitt aufweisen, siehe Foto unten. Infolge dieses Keils erfährt das Seil beim Pausieren des Kletterhans oben mehr Reibung als bei herkömmlichen Sicherungsgeräten. Alle drei Geräte scheinen baugleich zu sein.




Selfmade-Kocher zum Klettern
Wir stellen einen Trangia-Spiritus-Kocher in eine Erdnußdose, die oben und unten mit Luftlöchern versehen wurde, legen zwei Metallstreben auf den Dosenrand, stellen die Blechtasse darauf und schon kann es losgehen. Zum Löschen nutzen wir einen Deckel eines Marmeladenglases, der oben zum besseren Halt eine Schraube aufweist. Dieser Schnellkocher en miniature sollte man neben den Outdoor-Aktivitäten stets einsetzen, wenn es in der Gaststätte anstelle eines Kaffees nur lauwarmen Milchschaum mit leichtem Kaffeegeschmack für viel Geld gibt, also fast immer. Dann guten Appetit!





Test Kletterschuhe 2011 in der Zeitschrift Klettern 06/2011
Die Zeitschrift KLETTERN veröffentlichte in ihrer Ausgabe 06/2011 einen aktuellen Test von Kletterschuhen mit folgendem Ergebnis: Anspruchsvolle Kletterer sollten zum Evolv - Shaman, Red Chili - Matador oder Boreal - Krypto greifen. Weitere Gewinner unter den Kletterschuhen sind Evolv - Demorto, Climbx - Rock it / E-Motion und Rock- Pillars - Top Gun. Als "bequem" bis "komfortabel" und zudem qualitativ gut wiesen sie Boreal - Joker, Evolv - Demorto, LaSportiva- Jackyl, Red Chily - Habanero und Wild Climb - I must laces für die Kletterer aus, die ihren Fuß nicht in die perfekt passenden Schuhe quetschen möchten. Interessante Details zu jedem Kletterschuh finden sich im Zeitschriftengeschäft: KLETTERN 06/2011, Redaktion klettern, Rosentalstraße 28, 70563 Stuttgart, erschienen im Verlag Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart.



Test Kletterhosen 2011 in der Zeitschrift Klettern
Die Zeitschrift KLETTERN veröffentlichte in ihrer darauf folgenden Ausgabe einen aktuellen Test von Kletterhosen mit folgendem Ergebnis: Günstig muß nicht billig sein, Adidas, Patagonia und Vaude bieten Hosen unter 100 Euro an, alles darüber ist extra verstärkt und muß nicht immer gut sitzen. Interessante Details zu jeder Kletterhose finden sich nun auch unter klettern.de, Redaktion klettern, Rosentalstraße 28, 70563 Stuttgart, erschienen im Verlag Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart.




Übung für das Gleichgewicht:
Wir stellen einen Fuß- oder Basketball auf den Boden, vermindern den Druck um 30 Prozent, setzen ein stabiles Brett mit den Mindestmaßen 100*40 Zentimeter darauf, nehmen als Stütze einen Stuhl zur Hilfe und stellen uns mit Turnschuhen oder barfuß auf das Brett. Schon darf das Gewackel beginnen. Fortgeschrittene dürfen sich zur Seite lehnen, nach oben gucken oder sich nachts mit dieser Methode auf das Klettern vorbereiten.

Wer über ein mächtiges Portemonnaie verfügt, darf mit dem INDO-Board trainieren. Der Gummiball zeigt sich wesentlich flexibler als ein Basketball:




Trockenübung für die Unterarme:
Es stehen uns eine Menge Hand-Hanteln zur Verfügung wie auch Knetmassen und ähnliches. Leider simulieren wir damit nicht exakt die zum Klettern notwendige Bewegung. Durch Zufall konnte festgestellt werden, daß beim Handbremsen auf dem Fahrrad mit verrosteten Bowdenzügen die Unterarme beziehungsweise die Handkraft optimal für das Klettern vorbereitet wird.
Wer dieses nutzen möchte, muß lediglich die Bremstechnik erweitern, indem beispielsweise an einem Holzstab befestige Gummibänder die Bremsarme nach außen ziehen. Auf diese Weise ist die Verkehrssicherheit weiter hergestellt und wir trainieren gezielt die Hände im Alltag während einer Fahrt, die wir eh vornehmen müssen.




Handkur
Nach enormen Belastungen der Finger durch das Klettern rufen die Kapseln, Bänder und Sehnen nach einer kleinen Handkur. Wir massieren die medizinische, jedoch harmlose KYTTA-Salbe in die Haut und verspüren rasch die Wirkung dieses Schmiermittels für die Gelenke. Daneben kann sich dadurch die Haut der Hände erholen. Einige Kletterer schwören daneben auf Arnika-Salben.


Ein praktisches Sicherungsgerät: Mammut Smart, Test
Die kleinen Sicherungsgeräte zum Klettern, die Tubes, sind leicht und einfach zu händeln. Nun hat Mammut ein ähnliches Gerät mit einer Art Rüssel herausgebracht, das nun getestet werden konnte: Mammut Smart. Dieses Kletteruntensil verringert die Kraft, die zum Halten notwendig ist, wesentlich und beinhaltet eine Art "automatisches" Blockiersystem für normale Kletter-Toprope-Situationen ohne schweren Sturz, das mittels Daumendrucks nach oben oder kurzen Zugs des unteren losen Seils nach oben einfach zu entriegeln ist. Der Daumendruck der oberen Faust steuert zudem beim Ablassen die Geschwindigkeit (unten: Foto unten).
Ausschlaggebend für diese Zauberei ist lediglich das Wandern des Karabiners im Gerät: Nach rechts = Widerstand (Foto oben), nach ganz rechts = Blockade, nach links = loses Seil (Foto unten). Mit dem Daumen hebt man den Rüssel an und reguliert das Wandern des Karabiners im Gerät: Seilblockade, Widerstand oder loses Seil. Die Blockade, also das Wandern des Karabiners nach rechts (Sperre), leiten wir mit dem Ziehen des Seils nach unten ein (Foto oben)


Das Seilausgeben für den Vorstieg (unteres Foto) sollte dreimal vor dem Klettern geübt werden, dann klappt auch diese Procedure.

Alles in allem eine wesentliche Verbesserung des Tubes zu einem guten Preis, 25 Euro, was zum Kauf rät. Es wird infolge der rasch einsetzenden Sperre zudem als geeignetes Gerät für Anfängergruppen und für Partner mit größeren Gewichtsunterschieden empfohlen. Letzteres kann durch den Test bestätigt werden, Anfänger sollten eventuell zuerst das einfache Gerät kennenlernen, um erst einmal die Grundlagen zu erfahren. Das Zaubergerät bezeigt nur zwei Nachteile: Der Karabiner MUß zur Gruppe der schmalen HMS-Karabinern gehören, wie das Bild oben darstellt. Die mächtigen runden Karabiner funktionieren mit diesem neuen Klettergerät nicht gut, da sie beim Ablassen entweder blockieren oder zu schnell zuviel Seil ausgeben beziehungsweise man sollte unterschiedliche Kombinationen Seildicke-Karabiner mit dem Gerät testen. Leider zerkratzt das Gerät den Karabiner an den inneren Flächen, hartes, scharfkantiges Metall trifft auf Aluminium. Die Kratzer sollten wir beobachten. --- Es handelt sich hierbei um einen neutralen Testbericht.


Material schonen: Alte Schuhe
In den Kletterhallen ist es infolge der großen Nubsis im Bereich vierter bis sechster Schwierigkeitsgrad nicht zwingend notwendig, hochwertige Schuhe zum Klettern zu nutzen. So bietet es sich an, für den Felsen ein gutes Paar und für die Kletterhalle ein einfaches, bequemes Paar Kletterschuhe zu nutzen. Wir sparen somit Material und damit Geld, was bei der mittlerweile Verachtfachung der Preise seit dem Euro sinnvoll erscheint, die Inflation natürlich berücksichtigt. Man muß ja nicht alles mitmachen.


Schnürer oder Klettverschluß ?
Wer rasch aus den Schuhen möchte und ebenso rasch wieder hinein, sollte den Klettverschluß-Schuh zum Klettern wählen. Wer über vier Sekunden je Vorgang mehr verfügt, darf den Schnürer an den Fuß passen. Die modernen Schnürer sind damit vergleichbar gut und lassen sich zumeist vortrefflich bis zum Zeh mit einem Ruck zuziehen. Einige wenige Schuhe schnüren wie beim Oldie-Turnschuh Adidas Samba lediglich den oberen Bereich, was man zuvor testen sollte. Also Schnürer oder Klettverschluß - egal, aber testen.



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